Fragen, die Sie interessieren werden
Die nachfolgende Liste enthält Antworten auf Fragen, die verschiedene User in den zurückliegenden 3 Jahren an www.werde-bauingenieur.de eingesandt haben. Fragen und Antworten sind unterteilt in die Themengebiete
- A. Zugang zum Bauingenieurstudium
- B. Inhalte des Bauingenieurstudiums
- C. Verwandte Studiengänge
- D. Der Bauingenieur: Arbeitsmarkt und Berufschancen
Achtung Fach-Chinesisch!
Dekan: Der Professor
an einer Hochschule, der eine bestimmte Studienrichtung – z.B.
Bauingenieurwesen – nach Außen vertritt. Der Dekan
wird in der Regel von allen Professoren des Studiengangs für
eine bestimmte Amtszeit gewählt. Ein alternativer Begriff
ist „Studiengangsleiter“.
Studiendekan: Der Studiendekan kümmert
sich insbesondere um die Organisation des Studiums innerhalb
einer Studienrichtung – z.B. Bauingenieurwesen. Er ist
insbesondere Ansprechpartner der Studierenden, wenn es um Organisationsfragen
geht.
Fakultät:Ein Ausdruck für
die Organisation innerhalb einer Hochschule (insbesondere einer
Universität), die eine bestimmte Studienrichtung vertritt.
Alle Studierende, Studienassistenten und Professoren des Studiengangs
Bauingenieurwesen gehören der „Fakultät Bauingenieurwesen“ der
Hochschule XYZ an. Ein alternativer Begriff ist „Fachbereich“,
verwendet insbesondere an Fachhochschulen.
Fachschaft: Wichtige Anlaufadresse
für Studierende oder interessierte Jugendliche. Die Fachschaft
ist die Vertretung der Studierenden innerhalb einer Fakultät,
berät Studierende, verkauft Prüfungsaufgaben. Hier
erhält man aus erster Hand ungeschminkte Auskünfte
darüber, ob die Hochschule und der Studiengang „funktionieren“.
A. Der Zugang zum Bauingenieurstudium.
Gibt es einführende Literatur
ins Bauingenieurstudium?
Grundlegende Werke über das ganze Spektrum des Bauingenieurstudiums
gibt es nicht – sieht man einmal von Formelsammlungen ab.
Es werden so viele verschiedene Aspekte in dem Studium angesprochen,
dass ein Buch nicht ausreichen würde, um alles abzudecken.
Es gibt aber einige biographische Bücher über Bauingenieure,
so z.B.
- In die Zukunft gebaut (U. Pfammatter, Prestel Verlag)
- Bauingenieure und ihr Werk (K. Stiglat, Verlag Ernst&Sohn)
- Die Geschichte der Bauingenieurkunst (H. Straub, Verlag Birkhäuser)
Diese Werke sind vergleichsweise teuer. Sie bereiten nicht direkt
auf das Studium vor aber sie geben einen guten Überblick über
die Arbeit von Bauingenieuren.
Eine Übersicht über alle Studienorte Bauingenieurwesen finden Sie hier. Hier sind auch alle Anschriften der Hochschulen hinterlegt.
Die Bau-Fachhochschulstudiengänge haben sich außerdem unter www.fbt-bi.de zusammengeschlossen. Die Universitäts-Bau-Studiengänge unterhalten die Homepage www.ftbg.de.
Gibt es einen Numerus Clausus im Bauingenieurwesen?
Für das Fach Bauingenieurwesen gilt hinsichtlich der Zugangsbeschränkungen in der Regel folgendes: Bei den Universitäten/Technischen Hochschulen gibt es keine Zugangsbeschränkungen (NC). Die Fachhochschulen haben zum Teil - bedingt durch begrenzte Kapazitäten - einen Notendurchschnitt eingeführt. Angesichts rückgängiger Studienanfängerzahlen im Bauingenieurwesen werden aber aktuell in der Regel alle Studienplatzbewerber aufgenommen. Es macht trotzdem Sinn, sich bei der Studienplatzwahl nicht nur auf eine Hochschule zu konzentrieren, sondern ein Zweite oder Dritte in Reserve zu haben.
Brauche ich das Abitur, um Bauingenieurwesen zu studieren?
Für eine Aufnahme des Bauingenieurstudiums benötigen Sie in jedem Fall einen hochschulqualifizierenden Abschluss (zumindest Fachhochschulreife - d.h. eine zwölfjährige Schulausbildung). Bei einem Fachabitur müssen Sie einen technischen Schwerpunkt belegt haben. Die Einzelheiten der Zugangsvoraussetzungen variieren jedoch auch je nach Hochschule. Wenn Sie „Vorleistungen“ vorzuweisen haben (Meisterausbildung, Berufsausbildung), so kann Ihnen nur die einzelne Hochschule beantworten, welche dieser Leistungen ggf. für das Studium anerkannt werden. Vergewissern Sie sich deshalb unbedingt bei den Hochschulen Ihrer Wahl, welche Aufnahme-Voraussetzungen dort erfüllt sein müssen.
Ihre Ansprechpartner an der Hochschule sind das Dekanat für Bauingenieurwesen, der Studiendekan Bauingenieurwesen oder das Prüfungsamt. Die Anschriften der Hochschulen finden Sie hier.
Berufsakademien: Kann ich auch dort Bauingenierwesen studieren?
Nach unseren Informationen wird ein klassischer Berufsakademie-Studiengang im Bauingenieurwesen bisher nur durch eine Berufsakademie bei Plauen verliehen wird. Kontakt www.ba-plauen.de.
Ein der Berufsakademie ähnlicher Studiengang „Bauwirtschaftsingenieurwesen“ wird auch von der Fachhochschule „Hochschule für Wirtschaft Berlin“ angeboten. Kontakt über www.fhw-berlin.de, bzw. Helmut.Lueck@ba-berlin.de, Tel. +49 (0)30 29384-315.
In beiden Fällen ist das Studium gekoppelt mit einem Anstellungsvertrag in einem Unternehmen, ähnlich dem „Dualen Studium“ (siehe unten). Im Gegensatz zum „Dualen Studium“ absolviert der Studierende an der Berufsakademie jedoch keine Ausbildung in einem gewerblichen Bauberuf.
Fernstudium: Wo kann ich ein berufsbegleitendes Studium Bauingenieurwesen absolvieren?
Leider bietet bisher keine deutsche Hochschule ein echtes grundständiges (d.h. für Studienanfänger gedachtes) Fernstudium im Bauingenieurwesen an. Es gibt einige Fernstudiengänge, die für Personen konzipiert sind, die bereits einen ersten Studienabschluss besitzen, so z.B. an der TU Dresden sowie an der Universität Hannover. Um dort ein Studium aufnehmen zu können, brauchen Sie jedoch mindestens einen Bachelor-Abschluss. Die Anschriften der TU Dresden oder der Universität Hannover finden Sie hier.
Wir rechnen damit, dass sich Fernstudiengänge auch im Bauingenieurwesen in den nächsten Jahren etablieren werden. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es jedoch (noch) keine entsprechenden Programme.
Duales Studium: Was ist das?
Einige Fachhochschulen (und die Universität Kassel) bieten
für Bauingenieure inzwischen sogenannte "Duale Studiengänge" an.
Hier wird das Bauingenieurstudium mit einer Berufsausbildung
in einem Bauberuf gekoppelt. Das setzt u.a. voraus, dass man/frau
ein Ausbildungsverhältnis mit einem Bauunternehmen abschließt.
Bei der Suche nach passenden Ausbildungsbetrieben/Firmen helfen
in der Regel die Hochschulen oder die regionalen Bauverbände.
Eine Liste mit Ansprechpartnern zu Dualen Studiengängen
finden Sie hier.
Fragen zur Form und zu den Modalitäten für ein Praktikum lassen sich nicht generell beantworten. Denn grundsätzlich legt jede Hochschule selbst fest, welche Anforderungen sie an das Praktikum stellt. Wer es genau wissen will, sollte sich bereits vor dem Studium an die Hochschule seiner/ihrer Wahl wenden, um von dort direkt die Anforderungen genannt zu bekommen. Ansprechpartner an der Hochschule wäre das Dekanat für Bauingenieurwesen, der Studiendekan Bauingenieurwesen oder das Praktikantenamt. Die Anschriften der Hochschulen finden Sie hier.
In der Regel ist beim Bauingenieur ein Praktikum vor dem Studium („Vorpraktikum“) sowie ein weiteres Praktikum während des Studiums („Ingenieurpraktikum“) vorgesehen. Ob das Vorpraktikum in einem Stück („en-bloc“) oder in Teilabschnitten absolviert werden kann, bestimmt die Hochschule.
In der Regel umfasst das „Vorpraktikum“ Arbeiten auf einer Baustelle, um das richtige "Baustellenleben" kennen zu lernen, bevor man/frau den Beruf ergreift. Eine reine Bürotätigkeit wird nur bedingt anerkannt. Um sicher zu gehen, sprechen Sie aber besser mit der Hochschule.
Während des Praktikums ist ein Praktikantenbericht (eine Art Tagebuch über die tägliche Arbeit und den Bezug zur Baustelle) zu verfassen, der vom Unternehmen bestätigt werden muss (Stempel, Unterschrift). Gerade beim Vorpraktikum wird dies gerne vergessen und es ist sehr aufwändig, nachträglich noch an die Bescheinigung zu kommen.
Praktikum: Wie finde ich Praktikantenstellen?
Es gibt bisher leider keine zentrale Stelle, die Praktikumsplätze
für Bauingenieure vermittelt. Unsere Empfehlung: Schauen
Sie einmal in Ihre "Gelben Seiten" (Branchenbuch) unter "Bauunternehmen" oder "Ingenieurbüros" nach
und rufen Sie die dort verzeichneten Unternehmen direkt mit Ihrem
Praktikumswunsch an.
Dies ist übrigens eine gute Übung für Ihren späteren
Eintritt ins Berufsleben. Vielleicht wird aus Ihrem Praktikums-Job
ja eine Daueranstellung. Entsprechend ernsthaft sollten Sie das
Unternehmen ansprechen. Stellen Sie heraus, wieso Sie ein Praktikum
ausgerechnet in diesem Unternehmen machen möchten. Und machen
Sie auch deutlich, was für eine Art Praktikum Sie sich vorstellen.
Und denken Sie daran: Jede Hochschule legt selbst fest, welche
Anforderungen sie an das Praktikum stellt. Stellen Sie vorab
sicher, dass Ihre Tätigkeit auch als Praktikum anerkannt
wird.
Welche Fächer sollte man im Abitur belegt haben?
Sicher ist es wichtig, einige mathematisch-naturwissenschaftliche
Fächer im Abitur belegt zu haben, um besser den Einstieg
in das technische Ingenieurstudium zu finden. Wichtig sind
hier in erster Linie Mathematik und Physik (hier sollte man
besonders bei den Themen Mechanik und E-Technik aufpassen).
Weniger wichtig sind Biologie und Chemie für Bauingenieure
- auch wenn es in beiden Fächern Bauingenieure gibt, die
sich sehr intensiv mit der Verbindung von Bauen und Biologie
bzw. Baustoffen und Chemie befassen.
Ein weiteres wichtiges "Handwerkszeug" ist der sichere
Umgang mit dem Computer. Bauingenieure programmieren in der Regel
nicht selbst (aber auch hier gibt es Spezialisten für den
Einsatz der EDV im Bauwesen).
Zu den Sprachen: In erster Linie sollte man/frau die eigene Sprache
gut beherrschen und sich auch schriftlich gut ausdrücken
können. Viele Bauingenieure haben übrigens in ihrem
späteren Berufsleben bedauert, nicht mehr oder besser Fremdsprachen
gelernt zu haben. Viele Berufschancen bieten sich auch im Ausland
- vorausgesetzt, man/frau kann sich gut verständigen. Hier
die aktuelle Bauingenieur-Sprachenhitliste: Englisch, Spanisch,
Französisch, Arabisch, Russisch.
Lehre/Ausbildung als Voraussetzung zum Bauingenieurstudium?
Eine Lehre kann auf den Berufsalltag als Bauingenieur/in vorbereiten
und ist insbesondere dann interessant, wenn Sie später
in die "Bauausführung" gehen, d.h. auf Baustellen
oder in Baufirmen arbeiten. Die Palette möglicher Bauingenieur-Einsatzgebiete
ist allerdings wesentlich breiter.
Baunahe Lehrberufe sind z.B. Stahlbetonbauer, Zimmermann,
Rohrleitungsbauer, Kanalbauer oder Straßenbauer. Daneben
gibt es einige spezialisierte Bauberufe, die ggf. mit einer speziellen
Vertiefungsrichtung im Studium gekoppelt werden können:
Brunnenbauer, Spezialtiefbauer, Fassadenmonteur oder Wärme-,
Kälte-, Schall- und Brandschützer. Hier müssen
Sie aber bereits sehr genau wissen, welchen Weg Sie als Ingenieur/in
später einschlagen wollen.
Ein schneller Studienabschluss wird von vielen Arbeitgebern positiv
eingeschätzt. Eine vorgeschaltete Lehre würde Ihren
Eintritt ins Berufsleben allerdings verzögern und es gilt
hier, abzuwägen. Gute Sprachkenntnisse, Auslandserfahrung
(Studiensemester oder Praktikum im Ausland) und persönliches
Engagement sind einer abgeschlossenen Lehre mindestens gleichwertig.
B. Der
Bauingenieur im Studium
Ob Sie Ihr Studium an einer FH oder an einer Universität absolvieren, hängt im Wesentlichen davon ab, welches Berufsziel Sie verfolgen. Das Studium an einer Fachhochschule qualifiziert in erster Linie für eine mehr praktische Tätigkeit, z. B. als Bauleiter, Statiker oder den gehobenen Dienst in der Verwaltung (Bachelor-Absolventen). Das längere und stärker theoretisch ausgerichtete Studium an der Universität bereitet auf kompliziertere Planungs- und Bauaufgaben vor sowie auf den höheren öffentlichen Dienst (oft auch für Master der Fachhochschulen zugelassen). Mehr berufliche Perspektiven eröffnet sicher der Universitätsabschluss. Die Anforderungen an den Studierenden sind hier jedoch höher und das Studium dauert länger.
Diplom oder Bachelor oder Master?
Bis 2010 werden in Deutschland alle Studiengänge (außer Jura) auf die neuen Abschlüsse "Bachelor" und "Master" umgestellt, so auch das Diplom im Bauingenieurwesen. Aktuell ist der Diplomabschluss bei den Arbeitgebern von Bauingenieuren wesentlich besser bekannt und eingeführt. In der Regel gilt das Diplomstudium auch als inhaltlich umfassender, da einfach mehr Zeit zur Verfügung steht. Der Bachelor-Bauingenieur ist noch relativ unbekannt, schließt sein Studium aber auch (theoretisch) bereits nach 6 bis 7 Semestern Regelstudienzeit - also 1 Semester schneller als der Diplomingenieur - ab. Also: Für die Arbeitgeber klingt das Diplom zur Zeit noch besser. Wie der Bachelor letztendlich einzustufen ist, wird aktuell zwischen den Tarifvertragsparteien verhandelt. Wirkliche Bedeutung erhält diese Vereinbarung aber erst ab 2010.
Welchen Wert hat der Abschluss „Bachelor“ Bauingenieurwesen?
Noch macht man/frau sich vermutlich zu Recht Gedanken über
den Wert eines Bachelor-Abschlusses. Aktuell ist noch der Diplomabschluss
bei den Arbeitgebern von Bauingenieuren wesentlich besser bekannt
und eingeführt. Der Bachelor-Bauingenieur ist dagegen noch
relativ unbekannt. Insbesondere der Bachelor der Universitäten
steht aktuell deutlich in der Kritik. Er gilt bei den Arbeitgebern
als nicht berufsqualifizierend. Auch die Universitäten bestätigen
auf Nachfrage, dass ihre Ausbildung allein auf den Master zielt,
der Bachelor daher sehr auf die Vermittlung von Grundlagen ausgerichtet
ist. Das eigentliche Fachwissen wird an den Universitäten
erst im Masterstudiengang vermittelt. Der ASBau (Akkreditierungsverbund
für Studiengänge des Bauwesens) hat die Universitäten
aufgefordert, Bachelor-Absolventen in einem wenigstens einsemestrigen
Fachsemester die fehlenden Fachkenntnisse mit auf dem Weg zu
geben. Für den 6-semestrigen Bachelor der Universitäten "besteht
zur Zeit kein Einstellungsbedarf" - so die aktuelle offizielle
Aussage der Bauarbeitgeber. Tariflich wird dieser Bachelor-Abschluss
aktuell dem Techniker gleichgestellt.
Anders sieht das bei dem FH-Bachelor aus, sofern er 7 Semester
Regelstudienzeit umfasst. Der 7-semstrige FH-Bau-Bachelor gilt
als berufsbefähigt.
Also Vorsicht: Aktuell ist genau zu überlegen, ob man/frau
- gerade mit Blick auf die weitere berufliche Laufbahn - die
Hochschule nach dem Bachelor schon verlassen möchten oder
nicht doch ein Masterprogramm anhängt.
Wie lange muss ich als Bauingenieur studieren?
Aussagekräftige Zahlen zu der Durchschnittstudiendauer liegen
bisher für die Diplomstudiengänge an Fachhochschulen
und Universitäten vor. Achtung: Regelstudienzeiten geben
die Zeit an, die man theoretisch mindestens benötigt, um
das Studienprogramm zu absolvieren. Die tatsächlichen Studiendauern
liegen (z.T. weit) darüber.
Für die Fachhochschulen gilt: Die Regelstudienzeit - d.h.
theoretisch geplant - liegt an Fachhochschulen beim Diplom zwischen
7 und 8 Semestern, beim Bachelor zwischen 6 und 7 Semestern.
Die tatsächliche durchschnittliche Studienzeit
- d.h. im Schnitt aller Absolventen - in FH-Bauingenieurstudiengängen
(Diplom) liegt aktuell bei 9 Semestern, d.h. 4,5 Jahren.
Für die Universitäten/TH/TU gilt: Die Regelstudienzeit
liegt beim Diplom zwischen 9 und 10 Semestern, beim Bachelor
zwischen 6 und 7 Semestern. Die Masterprogramme (aufbauend auf
dem Bachelor) umfassen zwischen 3 und 4 Semestern Regelstudienzeit.
Die tatsächliche durchschnittliche Studienzeit
liegt im Diplomstudiengang aktuell bei 13 Semestern, d.h. 6,5
Jahren.
Eine direkte Empfehlung für eine Hochschule können die Arbeitgeber nicht aussprechen. Entscheidend bei der Hochschulwahl ist z.B. der Schwerpunkt, den der Studierende ggf. anstrebt und das Fachgebiet, in dem in dem er später arbeiten möchte. Hier haben die Hochschulen unterschiedliche Stärken und Schwächen.
Zu dem Ranking von Bauingenieur-Lehrstühlen gibt es verschiedene Publikationen (z.T. auch im Internet verfügbar). So z. B. das Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung CHE, veröffentlicht in der Zeitschrift DIE ZEIT sowie im STERN. Weitere Rankings findet man im Magazin FOCUS oder im Magazin SPIEGEL.
Ab Ende 2008 wird es eine neue Liste empfehlenswerter Bauingenieurstudiengänge im Internet geben, die von Bau-Arbeitgebern aufgestellt wird. Die entsprechende Homepage ist bereits verfügbar: www.baustudiengaenge.de.
Mathematik im Bauingenieurstudium
Es ist richtig, dass bei den universitären Studiengängen
Bauingenieurwesen die Fächer "Höhere Mathematik" (je
nach Hochschule bis zu HM III) und weitere mathematisch orientierte
Fächer zum Pflichtprogramm des Bauingenieurs zählen.
Die Fachhochschulstudiengänge enthalten etwas weniger anspruchsvolle
Mathematikvorlesungen, doch auch hier ist es von Vorteil, einige
technische Fächer im Abitur (Mathematik und Physik) belegt
zu haben, um besser den Einstieg in das technische Ingenieurstudium
zu finden. Man kann den Stoff aber auch nacharbeiten - das erfordert
jedoch viel Konzentration und Einsatz. Fast alle Studienaussteiger
im Bauingenieurwesen scheitern an den Fächern Mathematik
und Technische Mechanik.
Die Ingenieurmathematik umfasst z.B. die Differential- und Integralrechnung,
rationale, irrationale und komplexe Zahlen und Matritzenrechnung.
Wenn Sie der Vorlesungsinhalt interessiert, so empfehlen wir
Ihnen, sich mit dem Fachbereich Bauingenieurwesen der Hochschule
Ihrer Wahl (Anschriften finden Sie hier)
in Verbindung zu setzen und dort das Vorlesungsskript der Mathematikvorlesung
im 1. Semester zu kaufen.
Spezialisierung im Studium: Wann und Was?
Die klassischen Vertiefungsschwerpunkte des Bauingenieurs liegen
in den Bereichen Konstruktiver Ingenieurbau (Beton-, Stahlbau,
Statik), Wasserbau, Baubetrieb, Grundbau und Städtebau/Verkehrswesen.
Hinzu kommen je nach Hochschule ganz spezielle Schwerpunkte.
Sie sollten aber nicht zu früh über eine Spezialisierung
nachdenken.
Viele Bauingenieur/innen haben später Aufgaben übernommen,
die nicht der eigentlichen Spezialisierung entsprachen. Das funktioniert
nur, wenn man sein Studium breit angelegt hat. Die Spezialisierung
im Bauingenieurstudium beginnt nicht ohne Grund erst im letzten
Studiendrittel.
Also: Folgen Sie Ihren Interessen bzw. Neigungen. Gehen Sie nicht
unbedingt den leichtesten Weg (durch die leichtesten Fächer).
Ansonsten können wir Ihnen nur raten, das Studium auf sich
zukommen zu lassen.
Bauingenieure sind technische "Alleskönner" und
vielfach einsetzbar.
Wichtiger als eine starke Spezialisierung sind eher Methodenwissen,
Sozialkompetenz, Sprachkenntnisse, Nachweise der eigenen Flexibilität
- auch über nationale Grenzen hinaus.
Was sollte ich mit Blick auf ein Masterstudium vertiefen?
Die Organisation der Master-Studiengänge befindet sich noch
im Aufbau. Allzu viel lässt sich dazu also noch nicht sagen.
Der Bachelorstudiengang enthält aber aufgrund der kurzen
Studienzeit nur eine kurze Vertiefungsphase - eigentlich nur
eine "Schnupperphase". Die eigentliche Vertiefung erfolgt
im Masterstudiengang. Wir gehen davon aus, dass Sie mit fast
allen Bau-Bachelor-Abschlüssen in jede denkbare Vertiefung
eines "grundständigen" (d.h. an den Bachelor anknüpfend
- im Gegensatz zu Master-Aufbaustudiengängen) Masterstudiengangs
wechseln können. Probleme beim Wechsel können allenfalls
durch organisatorische Unterschiede (dazu zählen auch Notenvorgaben
oder die Anerkennung der Abschlüsse unterschiedlicher Hochschultypen)
zwischen den Hochschulen entstehen.
Ist ein internationales Bau-Studium sinnvoll?
Grundsätzlich ist es nicht schädlich, über internationale
Erfahrungen zu verfügen - vorzugsweise in Ländern,
in denen man später auch bereit ist, zu arbeiten.
Allerdings wird ein zunehmender Anteil der Tätigkeit deutscher
Bauunternehmen im Ausland mit lokalen Mitarbeitern umgesetzt.
Deutsche Spezialisten werden aber nach wie vor auch vor Ort im
Ausland benötigt – d.h. Leute, die im Inland die nötige
technische Erfahrung gesammelt haben, um im Ausland Führungsaufgaben
zu übernehmen. Ausnahme: Osteuropa. Für Bauaktivitäten
in diesem Raum suchen momentan mehrere deutsche Unternehmen jüngere
Bauingenieure.
Es gibt nach wie vor in den großen Unternehmen sowie Planungs-
und Beratungsbüros die klassischen Auslandsabteilungen.
Der Schwerpunkt liegt hier inzwischen in Mittel- und Osteuropa/Russland,
ebenso der Personaleinsatz. Aber auch Australien, Asien und Amerika
sind Einsatzgebiete der deutschen Bauwirtschaft. Wenn Sie
hier weitere Informationen suchen, sprechen Sie doch einmal die
großen Bauunternehmen bzw. –aktiengesellschaften
oder die Ingenieurverbände VUBIC (www.vubic.de)
bzw. VBI (www.vbi.de) an.
Wenn Sie im Ausland arbeiten möchten, so sind internationale
Abschlüsse nicht zwingend erforderlich. Gute Sprachkenntnisse
aber sehr wohl.
Welche Bedeutung hat die Abschlussnote im Bauingenieurstdium?
Eine "Noten-Untergrenze" gibt es de facto nicht.
Allein die Tatsache, das Diplom im schwierigen Bauingenieurstudium
bestanden zu haben, kann als Erfolg gewertet werden. Aktuell
liegen die Studienabbrecherquoten (im Diplom) im Bauingenieurstudium
bei 59% (Uni) bzw. 40% (FH). In der Regel bestehen alle Studierenden
das Studium, haben sie erst einmal das Vordiplom erreicht. Die
Durchschnittsnoten der Absolventen liegen ungefähr bei „befriedigend“.
Eine nachfolgende Promotion setzt in der Regel einen guten Abschluss
voraus.
Wichtigstes Auswahlkriterium bei der späteren Einstellung
ist aber - neben der Studienzeit - das Fachwissen, welches sich
der Studierende auch außerhalb der Hochschule angeeignet
hat. Dies betrifft nicht nur das Fachwissen und Fachpraktika,
sondern auch Qualitäten wie Teamfähigkeit, Führungserfahrung,
Auslandserfahrung und Sprachen oder betriebswirtschaftliche Kenntnisse.
Die Note wird - beim erfolgreichen Nachweis entsprechender "Soft-Skills" -
zum nachrangigen Einstellungskriterium.
Werden Studiengebühren in meinem Bundesland
erhoben?
Einen aktuellen Stand der Studiengebühren finden Sie z.B.
im Internet unter
www.studis-online.de/StudInfo/Gebuehren/
C. Verwandte
Studiengänge
Die Hauptrisiken eines Bauunternehmens liegen immer noch im klassischen Baubetrieb und dessen sicherer Abwicklung. Bei der Beschäftigung von Wirtschaftsingenieuren Bau haben gerade Bauunternehmen festgestellt, dass diese andere Kenntnisse als die eines Bauingenieurs klassischer Prägung besitzen. Die Mehrzahl der Wirtschaftsingenieure Bau ist daher auch in der Folge innerhalb der Unternehmen in Abteilungen gewechselt, die verstärkt kaufmännische Aufgaben lösen. Mit Blick auf diese Erfahrungen zeigt sich, dass die Wirtschaftsingenieure Bau verstärkt Tätigkeiten ausüben, die nicht mehr zum klassischen Aufgabengebiet eines Bauingenieurs zählen.
Bei dieser Aussage handelt es sich natürlich um eine Verallgemeinerung. Sicher sind auch Wirtschaftsingenieure vorstellbar, die direkt auf Baustellen zum Einsatz kommen. Die konkreten Unterschiede in der Ausbildung lassen sich am ehesten anhand der Studienpläne und Prüfungsordnungen ablesen. Diese können Sie über die jeweiligen Fakultäten beziehen.
Bauingenieur oder Architekt: Welches sind die Unterschiede?
Die Beantwortung dieser Frage könnte Bücher füllen.
Hier die Kurzfassung: Die Aufgaben des Bauingenieurs unterscheiden
sich von denen des Architekten insbesondere in dem Blickwinkel
auf Bauwerke und den Umgang mit diesen. Der Architekt konzentriert
sich ganz besonders auf den Bezug zwischen Bauwerk und den Menschen,
die später mit diesem in Beziehung treten (Bewohner, Nutzer,
Betrachter). Der Architekt plant und entwirft Bauwerke - auch
unter soziologischen, gestalterischen und künstlerischen
Aspekten. Der Bauingenieur plant auf Basis dieser Entwürfe
die tragende Struktur des Gebäudes und setzt das Bauvorhaben
in die Realität um. In der Umsetzungsphase arbeiten Bauingenieure
und Architekten oft Hand in Hand zusammen. Allerdings wird der
Bauingenieur auch in Bereichen aktiv, die für Architekten
weniger interessant sind bzw. wo Architektenleistungen nicht
nachgefragt werden. Dies betrifft z.B. die gebaute Infrastruktur
(Wasserstraßen, Schleusen, Straßen, Kanäle,
Kläranlagen), den Industriebau, Mülldeponien oder Kraftwerke.
Einzig voll überschneidendes Aufgabengebiet von Architekten
und Bauingenieuren ist die Stadt- und Regionalplanung.
Das Studium des Bauingenieurs ist - entsprechend den späteren
Aufgaben - stark technisch-mathematisch-naturwissenschaftlich
geprägt, während der Architekt in seinem Studium stärker
gestalterisch-künstlerisch gefordert wird.
Bauingenieure und Architekten ergänzen sich in ihren Aufgaben.
Was ist schwieriger: Das Maschinenbau- oder das Bauingenieurstudium?
Ob Sie das Studium zum Maschinenbauer oder Bauingenieur schwieriger
finden werden, können wir nicht beurteilen. Die mathematisch-naturwissenschaftlichen
Grundlagen ähneln sich in beiden Studiengängen. Letztendlich
kommt es auf Ihre persönlichen Neigungen und Stärken
an. Die kennen nur Sie selbst.
Der Bau-Techniker gehört zu einer "aussterbenden Spezies". Er wird zwar noch ausgebildet und seine Berufschancen sind gar nicht schlecht.
Für diesen Berufsweg entscheiden sich jedoch immer weniger Menschen und so gibt es eigentlich nicht mehr eine "Standardkarriere" für den Bautechniker.
In der Regel nehmen Facharbeiter die Technikerausbildung auf. Der Techniker baut also auf dem erfahrenen Baufacharbeiter auf und ist eine Alternative zum klassischen gewerblichen Aufstiegsweg über den Vorarbeiter zum Polier bzw. Meister.
Der Techniker übernimmt Teilaufgaben der Bauleitung und Konstruktion. Ein weiterer beruflicher Aufstieg innerhalb der Personallinie ist nicht vorgesehen. Dennoch werden aktuell Techniker gesucht, da sie praktisches und theoretisches Fachwissen mitbringen.
Zum Bauingenieur: Das Studium baut in der Regel unmittelbar auf eine Schulausbildung aus und setzt Abitur oder Fachhochschulreife voraus. Der Bauingenieur ist in der Regel Vorgesetzter des Technikers. Sein Pendant auf der Baustelle ist der Meister. Der Techniker - sofern vorhanden - unterstützt den Bauingenieur in seiner Tätigkeit und wird vom Bauingenieur angeleitet.
Die größeren beruflichen Entwicklungschancen - insbesondere über Baustelle und Konstruktionsbüro hinaus - bietet sicherlich der Bauingenieurabschluss. Aber: Entscheidend sind die persönliche Neigung und die Einsatzbereitschaft des Einzelnen. Das Bauingenieurstudium stellt eine echte Herausforderung dar - und es dauert im Durchschnitt zwischen 5 und 7 Jahren.
D. Der Bauingenieur: Arbeitsmarkt und Berufschancen
Wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt für Bauingenieure?
Die Beschäftigungssituation von Bauingenieuren verbessert sich aktuell erheblich. Die Zahl arbeitsloser Bauingenieure hat zwischen Dezember 2005 und Mai 2008 um über 60% abgenommen. Angesichts stark zurückgehender Studienanfängerzahlen in den letzten Jahren werden die zukünftigen Bauingenieurabsolventen zunehmend gute Arbeitsmarktbedingungen vorfinden. Bei Ihrer Berufswahl sollten Sie natürlich den Arbeitsmarkt beobachten. Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen aber, Ihren Neigungen und Interessen zu folgen. Schließlich müssen Sie mindestens 40 Jahre in dem jeweiligen Beruf arbeiten. Und der sollte Ihnen Freude machen.
Wenn Sie als heutiger Studienanfänger das Studium abschließen,
werden Bauingenieure - gerade auch Berufseinsteiger - noch stärker
gesucht, als aktuell. Sie sollten sich dann an die Unternehmen
mit "Initiativbewerbungen" wenden. Warten Sie nicht
auf Stellenausschreibungen, sondern wenden Sie sich - auch bereits
während des Studiums - an ein Unternehmen Ihrer Wahl. Absolvieren
Sie z.B. dort Ihre Praktika während des Studiums. So lernen
Sie das Unternehmen kennen und das Unternehmen lernt Sie kennen.
Was verdiene ich als Bauingenieur?
Die Verdienstchancen wachsen mit persönlicher Leistung, Verantwortungsbereich und Erfahrungsstand. Das tarifliche Anfangsgehalt in der Bauindustrie für Bauingenieurinnen und Bauingenieure beim Berufseinstieg liegt bei
- Bachelor: auf Nachfrage
- Master Fachhochschule: 2.800 bis 3.200 €
- Master Universität: 3.100 bis 3.500
Kann ich als Bauingenieur/in Beruf und Familie in
Einklang bringen?
Ob Sie später Beruf und Familie ideal in Übereinstimmung
bringen können, kommt auf die ganz persönliche Lebenssituation
an. Es gibt viele Bauingenieure/-innen, die voll im Beruf stehen
und gleichzeitig Kinder heranziehen. Dabei meistern sie die gleichen
Herausforderungen, wie andere berufstätige Männer und
Frauen. Es gibt Einsatzgebiete des Bauingenieurs, die ein ganz
besonderes Maß an räumlicher und zeitlicher Flexibilität
erfordern (z.B. die Bauleitung bei Großprojekten). Hier
kann es schwierig werden, den Kindern und dem Partner jederzeit
die notwendige Aufmerksamkeit zu widmen. Ggf. muss man/frau sicher
Abstriche machen.
Werden ausländische Abschlüsse in Deutschland
anerkannt?
Ob und in welchem Umfang ausländische Studienabschlüsse
in Deutschland anerkannt werden, hängt von dem Tätigkeitsgebiet
ab, das Sie anstreben.
Eine Arbeit als "bauvorlageberechtigter" Planer setzt
- je nach deutschem Bundesland - eine Mindeststudiendauer voraus,
die im jeweiligen Ingenieurgesetz (bzw. der Musterbauordnung)
des Bundeslandes festgelegt wird. In der Regel sind dies 6 Semester
Studienzeit, gegebenenfalls zuzüglich Berufspraxis. Weitere
Informationen erhalten Sie hier z.B. über die Bundesingenieurkammer www.bingk.de
Eine Arbeit in einem Bauunternehmen ist an keine Mindestvoraussetzungen
gekoppelt. Hier genügt es, dass das Unternehmen Sie einstellt
und selbst entscheidet, welche Aufgaben Ihnen übertragen
werden.
Die Karrierechancen für ausländische Bauingenieure
in deutschen Unternehmen lassen sich schwer abschätzen,
da Herkunft, Sprachkenntnisse und Flexibilität hierfür
entscheidend sind. Viele Unternehmen suchen z.B. Personal aus
Osteuropa, um in den östlichen Nachbarstaaten vor Ort zu
arbeiten. Für eine Tätigkeit in Deutschland selbst
sind gute Sprachkenntnisse und eine Kenntnis des deutschen Normenwesens
sowie der gesetzlichen Regelungen unverzichtbar.
Kann ich mich als Bauingenieur selbstständig
machen?
Grundsätzlich können Sie sich als Bauingenieur sofort
nach erfolgreichem Studienabschluss selbstständig machen.
Aber: Es kommt darauf an, in welchem Bereich Sie arbeiten möchten.
Als Planer müssen Sie bauvorlageberechtigt sein,
um Pläne zur Genehmigung einreichen zu können. Die
Anforderungen an diese Planvorlageberechtigung sind je nach Bundesland
unterschiedlich geregelt (in der Regel im Ingenieurgesetz des
Landes bzw. der Landesbauordnung). Hier empfehlen wir Ihnen,
sich mit der Ingenieurkammer in Ihrem Bundesland in Verbindung
zu setzen.
Arbeiten deutsche Bauingenieure im Ausland?
Viele deutsche Bauingenieure sind international tätig, auf
allen Kontinenten. Die Karrierechancen für deutsche Bauingenieure
im Ausland sind individuell verschieden. Viel hängt von
dem arbeitgebenden Unternehmen ab. Persönlich wichtig sind
Sprachkenntnisse, erste Auslandserfahrung (z.B. im Rahmen des
Studiums) und Flexibilität. Aktuell suchen z.B. viele Unternehmen
Personal für Osteuropa, um in den östlichen Nachbarstaaten
vor Ort zu arbeiten. Wenn Sie den Auslandsjob suchen, werden
Sie einen finden.
Wo finde ich weitere Informationen zum Bauingenieur?
Weitere Informationen zum Beruf Bauingenieur erhalten Sie z.B.
bei den Fakultäten und Fachbereichen Bauingenieurwesen
sowie in unregelmäßigen Abständen bei Berufswahlmagazinen
(so z.B. das im Handelbaltt-Verlag erscheinende "Karriere-Magazin",
oder den im Transmedia-Verlag erscheinenden "Karriereführer
Bauingenieure". Bauingenieurthemen greifen auch die wöchentlich
erscheinenden „VDI-Nachrichten“. Darüber hinaus
gibt es zahlreiche Fachzeitschriften für Bauingenieure,
die z.B. auch in Hochschulbibliotheken ausliegen.
Umstieg von Bauleitung auf Statiker: Voraussetzungen?
Grundsätzlich regelt die Bauordnung Ihres Bundeslandes,
welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um als
Planer/Statiker tätig werden zu können und bauvorlageberechtigt zu
sein. Hierzu kann Ihnen auch die Ingenieurkammer Ihres Bundeslandes
Informationen geben. In der Regel sind Sie mit Abschluss eines
Ingenieurstudiums berechtigt, als Bauingenieur in allen Sparten
des Berufs zu arbeiten. Nach ein paar Jahren Berufserfahrung
erhalten Sie dann in der Regel die Bauvorlageberechtigung. Also,
der Umstieg sollte nicht so schwer sein. Konsultieren Sie aber
auf jeden Fall die Bauordnung.
Was empfehlen Sie den frischgebackenen Bauingenieurinnen und –ingenieuren
für ihren Berufsweg?
Bleiben Sie neugierig. Fürchten Sie sich nicht vor Veränderungen.
Versuchen Sie, eine Balance zwischen Berufs- und Privatleben
zu erhalten.
Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es während des Studiums?
Eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) können Sie beim Studentenwerk der besuchten Hochschule beziehungsweise bei der Hochschule selbst beantragen.







